Viertelfinale: Deutschland – Tschechien 2:2 2:3 n.E.

In einem packenden Viertelfinale standen sich zwei der besten Teams aus der Vorrunde gegenüber und die unnötige Niederlage gegen die Franzosen sorgte dafür, dass man aufgrund des direkten Vergleichs “nur” Gruppenzweiter wurde. Der Start verlief optimal. Einen Abwehrfehler nutzte Ali Winter mit einem platzierten Schuss zur frühen Führung. Nur kurze Zeit später gelang Nico Winter mit einem abgefälschten Freistoß das 2:0. Der Stadionsprecher war noch nicht verstummt, da schafften die Tschechen auch schon den Anschlusstreffer. Gegen diesen spielerisch starken Gegner und der nur kurzen Zeit der Regeneration beschränkte sich der SV auf das Kontern und hoffte die knappe Führung über die Zeit bringen zu können. Mit Mann und Maus wurde der Gegner am Abschluss gehindert und versucht vorne noch einmal einige Nadelstiche zu setzen. Ein dritter Treffer wollte jedoch nicht mehr gelingen. Anstattdessen schafften die Tschechen 3 Minuten vor Schluss mit einem abgefälschten Schuss den verdienten Ausgleich. Ein Elfmeterschießen musste die Entscheidung bringen. Tschechien traf den ersten von 3 Elfmetern. Ralph Riedl war der erste deutsche Schütze vom Punkt und versenkte den Ball mit gefühlten 150 km/h. Erneuter unhaltbarer Elfmeter der Tschechen aber auch Ali Winter schoss den Ball  in den Torwinkel. Der dritte Schütze ließ dem als Elfmeterkiller bekannten Philipp Diemand auch keine Chance, so dass Viktor Schuchart treffen musste. Dieser scheiterte leider an dem stark aufgelegten Tschechischen Schlussmann, der am Ende des Tuniers zum besten Torwart gekürt wurde. Die Enttäuschung bei den Deutschen war riesengroß und vor allem der vom Punkt gescheiterte Kapitän der deutschen Nationalmannschaft musste von seinem Team und den zahlreichen, tollen Anhängern aufgebaut werden.
In der Folge schalteten die Tschechen die Italiener ebenfalls im Elfmeterschießen aus und scheiterten dann erst im Finale an einer erfahrenen Mannschaft aus Spanien erneut im Elfmeterschießen.

Der SV Saig ist unter den eigenen Ansprüchen geblieben, jedoch wurden die eigenen Fans mit tollen, packenden Spielen belohnt und man ist am Ende am Finalisten gescheitert und kann von sich behaupten eines der besten Teams des Tuniers gestellt zu haben.

Danken muss man den zahlreichen mitgereisten Anhängern aus Saig, aber auch aus anderen Teilen Deutschlands, die mit ihrer Bombenstimmung das Team zu Höchstleistungen trieben und vom Stadionsprecher mit den Worten “ah die Deitschn, ihr sans so geil” gelobt wurden. Ein weiterer Dank gilt den Sponsoren, die diese Reise überhaupt erst ermöglicht hatten und dem Kader des SV Saigs das absolute fußballerische Highlight ihres Lebens bescherten. Jetzt heißt es diese Saison zu krönen und in den nächsten Spielen den Aufstieg noch perfekt zu machen.

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