SV St.Märgen – SV Saig 1:7 (1:1)

Nachdem der SV Saig im letzten Pflichtspiel gegen Bräunlingen in der Schlussphase der Partie unnötigerweise zwei Punkte verschenkte, war man in St.Märgen auf Wiedergutmachung aus.

Bereits nach fünf Minuten schien man auch auf einem guten Wege zu sein, denn Chris Grimm konnte nach einem Zuspiel von Ali Winter den Ball zur frühen 1:0 Führung sicher verwerten. Auch die nächsten zehn Minuten spielte die Mannschaft engagiert und einsatzfreudig, kam zu einigen guten Szenen, die allerdings ohne zählbaren Erfolg blieben. Nach gut einer viertel Stunde verflachte die Partie zusehends und es kam auf beiden Seiten kaum ein Spielfluß zustande.
St.Märgen konnte sich mit zunehmender Spieldauer immer häufiger Standardsituationen erarbeiten, die auch meist für Gefahr für die Saiger Abwehr um den guten Torhüter Peter Preisendanz sorgten. Glücklicherweise wurde das zum Teil sehr unkluge Zweikampfverhalten der Saiger nicht bestraft – zumindest vorerst!
Zahlreiche eigene Standards wurden aus aussichtsreichen Positionen kläglich vergeben, sodass es kurz vor der Pause so kommen musste, wie es sich bereits seit einigen Minuten andeutete: Daniel Sigwarth bekam an der eigenen Strafraumgrenze unglücklich den Ball an die Hand, was der Schiedsrichter sofort mit dem fälligen Elfmeter bestrafte. Dieser wurde von Gerhardt auch souverän und unhaltbar versenkt. Zu allem Überfluss musste kurz vor dem Pausenpfiff auch noch der junge Flügelflitzer Manuel Meise nach einen bösen Foul ausgewechselt werden (den Vorteil für den allein vor dem Tor stehenden Ali Winter wurde Saig verwehrt). Der nachfolgende Freistoß brachte leider – einmal mehr – nichts ein.
Mit hängenden Köpfen ging man also mit einem 1:1 in die Halbzeit.

Nach der wirkunsvollen Pausenansprache von Andy Binder zeigte die Mannschaft dann ein komplett anderes Bild von sich, als zum Ende der ersten Halbzeit. Von Beginn an zeigte das Team viel Elan und Laufbereitschaft und wollte nicht erneut wichtige Punkte im Aufstiegsrennen liegen lassen. In der 50. Minute war es dann bereits soweit: nachdem Thiago Borges einen Ball auf Ali Winter spielte, zog dieser von halb links aus knapp 35 Metern mit einem Hammerschuß ins lange Eck ab, sodass der gegnerische Torwart den Ball nur noch aus dem zappelnden Netz holen konnte.

Dies war der Startschuß für eine furiose zweite Halbzeit, denn Ali Winter zeigte danach, warum er einer der Topstürmer der Liga ist, indem er einen lupenreinen Hattrick innerhalb von fünf Minuten fabrizierte. Das 3:1 wurde nach einem Elfmeter erzielt, nachdem sich Daniel Sigwarth energisch in den gegnersichen Strafraum durcharbeitete.
Das 4:1 wurde nach einem Sololauf stark abgeschlossen, sodass nach gut 55 Minuten erstmal Ruhe auf dem Platz einkehrte. Die deutliche Führung gab der Mannschaft erkennbare Sicherheit und Selbstvertrauen zurück und auch spielersich agierte man fortan deutlich stärker, als in der ersten Hälfte.

Nachdem sich knapp 20 Minuten nichts auf der nicht vorhandenen Anzeigetafel tat, wurde der von einer Hochzeit extra eingeflogene Patrick Faller im Strafraum zu Fall gebracht. Alle rechneten erneut mit Ali Winter als Elferschütze, doch sein Bruder Nico wollte auch mal ran und in “souveräner” Torsten Frings-Manier verwandelte er den Strafstoß zum 5:1. Danach war der Widerstand der Hausherren endgültig gebrochen und Ali Winter und Topjoker Olli “Reisinger”Bartberger konnten das Ergebnis letztendlich sogar noch auf 7:1 erhöhen (der Scorerpunkte für den in der 2. Halbzeit eingewechselten Stammtorhüter Philipp Diemand soll hier nicht unerwähnt bleiben!).

Das hohe Ergebnis geht aufgrund der sehr starken zweiten Halbzeit in Ordnung. Allerdings darf dies nicht über die gezeigten Schwächen im ersten Durchgang hinwegtäuschen! Trotzdem stimmt das Spiel zuversichtlich auf die kommende Aufgabe im Derby gegen die sich im Aufwind befindenden Lenzkircher, da man das sehr hohe Potenzial der Mannschaft in der zweiten Hälfte deutlich gesehen hat. Für die kommenden Wochen gilt es nun, dieses hohe Niveau konstant über ein ganzes Spiel abrufen zu können, um weiterhin im Aufstiegsrennen vorne mitzumischen!

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