SV Saig – SV St. Blasien 4:4 (2:2)

Dank des unermüdlichen Einsatzes der freiwilligen Helfer unter der Leitung von Philipp Diemand und Granny  konnte der Platz von einer 40cm Schneeschicht befreit werden und das Nachholspiel gegen die Domstädter stattfinden.

Mit respektablen Leistungen in der Vorbereitung, bei der man sich unter anderem nur knapp dem Hochrhein A-Ligisten Todtnau geschlagen geben musste (0:2), rechnete sich Trainer Curia nicht zu Unrecht Chancen gegen den Zweitletzten aus Bläsi aus. Seine Mannen konnten die Spielphilosophie des Calabrese nur bedingt umsetzen und bei frühlingshaften Temperaturen, Sonnenschein und Alpenblick wurde den zahlreichen Zuschauern in den ersten 60 Minuten ein unansehnliches „kick-and-don´t-rush“ geboten. Der Start verlief zunächst verheißungsvoll, Christian Panizic musste nach einer Flanke von Max Diemand den Ball nur noch über die Linie schieben. In der Folge konnten sich Viktor Schuchart und Oli Bartberger mehrmals von ihren Gegenspieler lösen, verpassten es jedoch den Vorsprung zu erhöhen. Der SV Saig hatte vor allem in der Defensive Probleme mit den kantigen Stürmern der Gäste, die es verstanden ihren physischen Vorteil gegen die Verteidiger um Dominik Meise zu nutzen. So behaupteten sie die vielen hohen Bälle und erzielten aus ihrer ersten Chance heraus den Ausgleich. In der Folge war vor allem das zentrale Mittelfeld zur Passivität verdammt, da die meisten Bälle von hinten nach vorne gedroschen wurden und, nicht zu Unrecht, Unmutsbekundungen der Saiger Ultras zu vernehmen waren. Genauso ein langer Ball war es jedoch, der Max Diemand erreichte und dieser im Strafraum rustikal von den Beinen geholt wurde. Der am heutigen Tage mit einer einwandfreien Leistung auftretende Schiedsrichter Rudolf Kleiser hatte keine andere Wahl als auf den Punkt zu zeigen und Ralph Riedl verwandelte zur erneuten Führung. Diese war jedoch nicht von langer Dauer, da kurz vor der Halbzeit gleich drei Saiger Spieler nicht in der Lage waren den Ball nach einem Eckball entscheidend zu klären und so gelang es den Gästen Peter Preisendanz mit einem Schuss aus 20m zu überwinden.

Nach dem Seitenwechsel offenbarte Saig weitere Defensivschwächen und die Gäste trafen per Doppelschlag zum vorentscheidenden 2:4. Mit der Hereinnahme von „Sunnyboy“ Sanneh und Fabio Teixeira gelang es dem Gastgeber das Mittelfeld zu dominieren, St. Blasien in seiner Hälfte einzuschnüren, den Ball laufen zu lassen, die Seiten zu Wechseln und sich zahlreiche Chancen herauszuspielen. Trotzdem dauerte es bis zur 80. Minute als Fabio Teixeira im Strafraum gefoult wurde und Viktor Schuchart per Elfmeter den Anschluss erzielte. Wütende, teils blinde Angriffe rollten auf den bis dato ausgezeichneten Bläsimer Schlussmann zu und der Ausgleich hing in der Luft. Eben diesem Torhüter der Gäste unterlief in der Nachspielzeitein folgenschwerer Fehler indem er einen Schuss von Jörg „Come On!“ Mahler durch die „gebrochenen“ Finger flutschen ließ und die Gäste doch noch den Ausgleich hinnehmen mussten.

Ein in der Summe mehr als verdientes Unentschieden für den SV Saig, vor allem wenn man bedenkt, wieviele hochkarätige Möglichkeiten liegen gelassen wurden. Im Ansatz war zu erkennen, dass der SV Saig spielerisch zu den besten Mannschaften dieser Liga gehört, aber auch wie schwer es der Mannschaft fällt, dieses Potential über 90 Minuten abzurufen.

Kommendes Wochenende geht es über den Äulemer Pass nach Bernau zum Tabellenzweiten, wo die nächste schwere Aufgabe wartet.

Aufstellung:

Preisendanz, D. Meise, Mahler, Gutmann (60. Sanneh), Pfaff, Riedl, Ribeiro (77. Teixeira), Panizic, M. Diemand (60. B. Sigwarth), Schuchart, Bartberger

Tore:

1:0 Panizic (1.), 1:1 Karcher (18.), 2:1 Riedl (32.), 2:2 Mark (44.), 2:3 Mark (56.), 2:4 Pindi (63.), 3:4 Schuchart (80.), 4:4 Mahler (90. +2)

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