SV St. Märgen I – SV Saig I 0:3 (0:1)

SV St. Märgen I – SV Saig I 0:3 (0:1)

Nach dem sensationellen Kantersieg gegen die Domstädter vergangene Woche (läuft allgemein schlecht bei den Domvereinen dieser Republik Jörg Mahler 😉 ), galt es bereits am Samstag in St. Märgen nachzulegen, um den Anschluss an die Spitze nicht zu verlier

en. Die Bonndorfer Reserve, weiterhin mit einer blütenweißen Weste, spürt den (rothausduftenden) Atem der SG Schluchsee-Feldberg im Nacken und an eben dieser gilt es für den SV dranzubleiben.

Das Trainerduo Diemand/Waldvogel konnte aus dem Vollen schöpfen, denn der Staffelleiter hatte den Saigern ein Schnippchen geschlagen mit der verwirrenden Ansetzung der Partien beider Saiger Mannschaften. Obwohl der SV St. Märgen eine 2. Mannschaft besitzt, spielte diese nicht folglich gegen die Saiger Reserve, sondern gegen Bonndorfs 3. Mannschaft, deren Gesichter nach den beiden Ligapartien bereits wohlbekannt sind. In Erwartung einer Partie der Zweiten Mannschaft fanden sich einige Typen zum Abschlusstraining am Saiger Sportplatz ein deren physische Höchstleistungen eigentlich aus dem täglichen Paulegang, dem dortigen stemmen einer 0,3-Liter-Hantel und dem hochintensiven Saugen an roten Gauloises besteht. Ohne den attraktiven Fußball der Reservemannschaft als Aperitif und aufgrund der herbstlichen Witterung war es fraglich, ob viele Saiger Fans den Weg zum windigsten, kältesten Sportplatz des Hochschwarzwaldes finden würden.

Doch weit gefehlt. Die treuen Allesfahrer erschienen zahlreich und sahen eine Partie mit mäßigen spielerischen Niveau, das von Taktik und Kampf geprägt war. Das Spiel ist mit der Phrase “Hoch und weit bringt Sicherheit” treffend beschrieben, denn wirklicher Spielfluss und Kombinationsfußball wollten 90 Minuten nicht entstehen. Die gefürchteten Saiger Kurzpassstaffeten im Tiki-Taka-Style waren auf dem tiefen Geläuf nicht möglich, was den spielerisch weniger versierten Gastgebern in die Karten spielte. Bereit den Kampf aufzunehmen war Kapitän Schuchart, der stets mit dem gleichen Trick den Häderi Verteidiger zu narren versuchte und im 5. Anlauf an der Strafraumkante zu Fall gebracht wurde. Der Referee entschied auf Strafstoß, den Schuchart zur Führung verwandelte. Torchancen gab es bis zu diesem Zeitpunkt noch für keine der beiden Mannschaften zu verzeichnen. Dies sollte sich jedoch ändern, als die phasenweise vogelwilde Saiger Defensive den Gästen zu mehren Möglichkeiten verhalf. Die beste Einschussmöglichkeit klärte Domi Meise für den bereits geschlagenen Tormann Ketterer auf der Linie.

Nach dem Seitenwechsel setzte sich der Rumpelfußball ungestört fort. Lange Bälle des St. Märgener Torwarts oder Liberos, die von der Saiger Viererkette ins Mittelfeld geköpft wurden, dort der Versuch eines Spielaufbaus, schließlich langer Ball in Richtung der St. Märgener Verteidiger, Kopfball, langer Ball, Kopfball, langer Ball, (…).

Mit einer besseren Physis und einer besseren Bank ausgestattet, konnte der SV schlussendlich doch die Oberhand bewahren und Viktor Schuchart nach einem Kopfball und langen Ball zum vorentscheidenden 0:2 einschieben. In der Schlussminute tauchte der braungebrannte, aus den Flitterwochen eingeflogene CP13 vor dem Schlussmann der Gastgeber auf und vollendete zum 0:3 Endstand.

Kein ansehnliches Spiel aber 3 Punkte, die wichtig und notwendig waren. Nächstes Wochenende geht es in Saig gegen den FC Bernau und zur nächsten Standortbestimmung. Bis dahin sollten die verletzten und abwesenden Spieler sowie die Schwabenfraktion wieder vollzählig zur Verfügung stehen, so dass das Trainergespann die Qual der Wahl und die Zweite Mannschaft eine richtig starke Truppe hat. Der Staffelleiter entschuldigt sich schon jetzt für etwaige Umsatzeinbußen im Backhus.

Tore: 0:1 Schuchart (22. FE); 0:2 Schuchart (81.), 0:3 Panizic (90.)

Es spielten:

Ketterer, Meise, Gutmann (60. Riedl), M. Diemand, Schaller, Goridaris, Sigwarth, Teixeira, Ribeiro (45. Winter), Schuchart (89. Pikus), Borges (66. Panizic)

Dieser Beitrag wurde unter Spielberichte veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.