Vereinsgeschichte

Im Jahre 1908 wurde in der am Fuße des Hochfirsts in 1000 m Meereshöhe gelegenen Gemeinde der Ski Club Saig gegründet. Am Anfang des Ski Clubs Saig stand der Skilauf einiger jungen Saiger, die sich bemühten, mit primitiven Skiern Ski zu laufen und sich im Wettstreit zu messen.

Im Jahre 1908 versammelten sich nun einige Herren im Gasthof Ochsen, um über die Gründung eines Ski Clubs zu beraten. Die Anwesenden waren sich bald einig, dass ein Ski Club gegründet werden sollte, und sofort trugen sich 25 Mitglieder als solche des Ski Clubs Saig in eine Liste ein. Die eigentlichen Gründungsmitglieder, soweit heute noch bekannt, waren unter anderem:

  • Fritz Brugger
  • Johann Faller
  • Paul Faller
  • Fritz Faller (Skiwart)
  • Rudolf Faller
  • Julius Gamp (Beirat)
  • Alfred Kaltenbach
  • Herr Pfarrer Laile (Schriftführer und Kassier)
  • Viktor Portner (Beirat)
  • Josef Sigwarth (Beirat)
  • Hans Tritscheller
  • Benjamin Hauser (1. Vorsitzender)
  • Karl Winterhalter

Im März 1909 wurde in einer Generalversammlung Zweck und Bedingungen für die Mitgliedschaft in Statuten festgelegt. Von Malermeister Johann Faller war der Entwurf unseres schönen Skiabzeichens angefertigt und von der Versammlung als Vereinsabzeichen genehmigt worden.

Nach den schwierigen Zeiten des Ersten Weltkrieges kam es im Sommer 1922 zur Neugründung als Sportverein mit den zusätzlichen Abteilungen Fußball und Leichtathletik. Schon am 7. Januar 1923 erfolgte dann der Zusammenschluss mit dem bestehenden Ski Club zum „SPORTVEREIN SAIG“ mit dem Zweck im Sommer Fußball und Leichtathletik und im Winter den sportlichen Skilauf zu betreiben.

Dieser Zusammenschluss war der Auftakt zu großen sportlichen Erfolgen. Jährliche Ski-Wettläufe waren selbstverständlich, ebenso wie jeden Sommersonntag Fußballtraining oder Spiel. Jeden Monat gab es eine Versammlung der Aktiven, in der im Vereinslokal Gasthof Hochfirst Wettläufe und Spiele des vergangenen Sonntags besprochen wurden.

Am 23. März 1923 erfolgte nun auch die Anmeldung zum Ski-Club Schwarzwald (SCS), was eine wesentliche Befruchtung der sportlichen Ausübung des Skilaufes zur Folge hatte. Im Jahre 1924 tauchten dann Pläne für eine neue Sprungschanze auf. Während man bisher „Im Loch“ mit Schanzentisch über die Mühlingerstraße keine Sprünge über 20 m fertig brachte, forschte man überall nach besseren Möglichkeiten. Schließlich konnte am 7. August 1925 die Fertigstellung der „Fürstenberg-Schanze“ am Herzenäugle gefeiert werden, was Sprungweiten von 40 m aufwärts ermöglichen sollte.

Zur Belebung kulturellen Lebens wurde am 7. August 1925 oder am 3. Oktober 1925 die Sängerabteilung gegründet, die von Karl Winterhalter, dem ehemaligen ersten Vorsitzenden, geleitet wurde.

In diese Zeit fielen auch die Anfänge von großen sportlichen Erfolgen unserer Aktiven, die nicht nur im Ski-Club Schwarzwald, sondern auch im Deutschen Skiverband eine Rolle spielten. In der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg konnte die nordische Abteilung großartige Ergebnisse aufweisen:

Hier sei schon festgestellt, dass beinahe alle Aktiven des Skisports sich auch im Sommer zusammenfanden und im Fußball, im Waldlauf und in der Leichtathletik gute Erfolge errangen.

Leider schob sich auch in Saig, wie überall, eine dunkle Wolke über manches sportliche und mehr noch kameradschaftliche Geschehen im Jahre 1933. Doch soll erwähnt werden, dass die Erhaltung des Vereins über diese Jahre bis zur Neugründung nach dem Zweiten Weltkrieg in erster Linie Herrn Otto Meyer zu verdanken ist.

Der Krieg hatte in die Reihen des SV Saig große und nicht zu ersetzende Lücken gerissen. Trotz der schlechten Zeit wurde auf Initiative einiger Sportler am 26. Mai 1946 der SV Saig wieder ins Leben gerufen.

Von nun an begann ein reges sportliches Leben in der kleinen Gemeinde Saig.

Der Fußball im SV Saig

Offiziell wurde im Jahre 1922/1923 nach der Fusion mit dem damaligen Ski Club in der Verbandsrunde Fußball gespielt. Im Jahre 1925 und 1926 gewannen die Fußballer vom SV Saig die Schwarzwaldmeisterschaft. Der Zweite Weltkrieg riss aber auch hier große Lücken in die Reihen der Saiger Fußballer. Mit Elan und Tatkraft bildete sich aber nach dem Kriege wieder eine sehr gute Fußballmannschaft. Im Jahre 1975 wurde die zweite Mannschaft gegründet.

Neubau des Clubhauses
Ende der 70er Jahre nahmen schon sechs Fußballmannschaften des SV Saig an der laufenden Verbandsrunde teil. Das damals vorhandene Umkleidehaus genügte schon lange nicht mehr den Anforderungen des Vereins. Am 16. April 1979 konnte nach mühevoller Vorarbeit endlich der Neubau des Clubhauses in Angriff genommen werden. Von Mitgliedern des SV Saig wurden bis zur Einweihung des Clubhauses am 31. Mai 1980 ca. 5000 Stunden in freiwilliger Arbeit für den Bau aufgewendet. Die Baukosten des Clubhauses beliefen sich auf 230 000 DM.

Theaterabteilung des SV Saig

Bereits in den 20er Jahren wurde in Saig die „Theaterabteilung“ gegründet. Alljährlich wurde zur Weihnachtszeit im Gasthof Ochsen ein Theaterstück aufgeführt. Als die Räumlichkeiten dort nicht mehr ausreichten zog die Theaterabteilung zunächst in die ehemalige Schule um, um dann ab 1976 im neu erbauten „Haus des Gastes“ aufzutreten.

Gesangsabteilung des SV Saig

Bereits 1924 hatten die aktiven Sportler des Vereins eine Gesangsabteilung ins Leben gerufen. Sie war ein wichtiger Bestandteil sowohl innerhalb des Vereins, als auch im örtlichen und kulturellen Leben der Gemeinde. Die besonderen Aufgaben waren die Umrahmung von Ehrungen, Jubiläen oder anderen Anlässen bei denen der Sportverein verdiente Mitglieder und Aktive ehren konnte.

Gebundene Vereinschronik

Im Zuge des 100-jährigen Vereinsjubiläums wurde 2008 eine umfassende Vereinschronik erstellt. Diese kann bei Michael Diemand, im Backhus oder im Saiger Clubhaus für 10 € erworben werden.

Bei weiteren Fragen einfach per Email an webmaster@sv-saig.de wenden.